Bunte Projekte

 


Martina Bodenmüller

Diplom-Pädagogin
Gestaltungs-Sozialtherapeutin
wissenschaftliche Autorin

 

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Letzte Aktualisierung:
Februar 2012

 


 

Mit Kreativität Ressourcen wecken: Gestaltungs-Sozialtherapie

Gemeinschaftsbild "Sehnsucht nach der bunten Welt"Kreativität schlummert in jedem Menschen. Sie kann auf unterschiedliche Weise geweckt und ausgedruckt werden. Malerei, Skultpurenbau, Musik, Tanz, Theater, Video, Spiel... alles sind unterschiedliche ästhetische Methoden, die in der sozialen und sozialtherapeutischen Arbeit eingesetzt werden können, um Gefühle auszudrücken, Erlebtes zu gestalten, Ressourcen zu wecken und Veränderungsmöglichkeiten zu erproben. Der Einsatz kreativer und ästhetischer Techniken eröffnet über den Alltag und seine Reglementierungen hinaus Möglichkeiten zu Umdeutungen und Regelüberschreitungen, Differenzerfahrungen und Lösungsmöglichkeiten für schwierige Lebenssituationen.

In der Gestaltungs-Sozialtherapie geht es vor allem darum, innere Bilder zum Ausdruck kommen zu lassen und ernst zu nehmen. Entstandene Skulpturen und Bilder können der Ansatzpunkt für Kommunikation und Austausch sein. Der Gestaltungsprozess ermöglicht, vergangenes wieder durchzuerleben, Neues zu erfahren und persönliche und soziale Zukunftsperspektiven zu erarbeiteten. Dabei kann allein schon der Prozess der Gestaltung heilend wirken; in ihm lässt sich leben und erleben, widerspiegeln, die Erlebniswelt ausweiten oder überschaubar machen, lassen sich Gewohnheiten und Eigenschaften genießen, Neues erproben und bewusst erleben. Aber er kann in der sozialen Arbeit auch ein erster Ansatz sein für weitergehende Beratung und Klärungsprozesse.

Bei Kunst und Gestaltung können Menschen sich näher kommen und kommunizieren. Aber sie können auch Grenzen erleben und setzen. Ob bei einer gemeinschaftlichen Arbeit an einem Großbild im "gestalterischen Dialog" oder bei der Besprechung der entstandenen Werke untereinander - es geht darum, miteinander in lebendigen Kontakt zu kommen, Kontaktmöglichkeiten zu erproben und zu erleben.

Methoden der Kunsttherapie eröffnen dabei vielfältige Erfahrungsräume. Wie ich ein Bild oder eine Skulptur angehe, daran kann ich manchmal auch sehen, wie ich im Leben Dinge angehe. Zum Beispiel zeigt sich, ob ich bei der Sache bleibe, meine Wünsche verwirkliche oder mich ablenken lasse. Es zeigt sich, ob ich eher experimentierfreudig oder zielstrebig bin. Ob ich eine Sache zuende bringe. Ob ich vorsichtig und ängstlich bin, spontan oder überlegt - in jedem Fall können durch den kreativen Prozess eigene Handlungsmuster sichtbar werden und besprochen werden - eine erste Voraussetzung, um sie vielleicht zu ver-ändern.

Puppentheater mit ErwerbslosenDie Methoden des Theater-, Puppen- und Maskenspiels eröffnen dabei den Spieler/innen die Möglichkeit, eine bekannte Rolle auszugestalten oder in eine neue Rolle zu schlüpfen: als ehemaliger Metallarbeiter einmal den Unternehmer zu spielen, oder als eher ängstliche Antragstellerin auf dem Sozialamt den Punker zu spielen, der dort mal so richtig "auf den Tisch haut". Hinter dem Schutz einer Maske kann das erprobt werden, was man sich sonst vielleicht nicht traut. Das Spielen und Ausprobieren unterschiedlicher Rollen und Strategien eröffnet dabei auch fürs "wirkliche Leben" Wahlmöglichkeiten: im geschützten Raum kann geübt werden, Angst zu überwinden, selbstbewusster aufzutreten und eigene Stärken einzusetzen.

Fantasiereisen, Gemeinschaftsarbeiten, Assoziationsübungen, szenische Spiele, Maskenbau, Bewegungs- und Körperarbeit oder Märchen bilden dabei oft den Ausgangspunkt für eine erlebniszentrierte Einheit, die dann in Collagen, Bildern, Skulpturen, Sketchen oder anderen Gestaltungen ihren Ausdruck finden. Die nonverbale Gestaltung eines Themas ist manchmal der erste Schritt, es auszudrücken. Die Teilnehmer/innen können dabei neue Erfahrungen machen, Perspektiven wechseln, möglicherweise auch eingefahrene Verhaltensmuster erkennen und Veränderungen initiieren. Es geht darum, Ressourcen zur besseren Alltagsbewältigung zu wecken, um das Leben wieder "selbst in die Hand zu nehmen".

Weitere Informationen zu kreativer Sozialtherapie finden Sie:

Auf dieser Seite:
Projekt: Gesundheit für alle! Gesundheitsförderung im Stadtteil
Projekt: Gestalterischer Dialog - Gespräche auf der Leinwand
Projekt: Maskenbau und szenisches Spiel
Fortbildung: Fachtag kreative Sozialtherapie
"Zwischen Loslassen und Verantworten" am 19.11.2005 in Mainz

Auf anderen Seiten:
Zukunftswerkstatt Tanz Musik und Gestaltung http://www.zukunftswerkstatt-interaktiv.de/
Deutscher Fachverband für Sozialtherapie http://www.dfs-aktiv.de
Institut für
Kreative und Systemische Therapien, Coaching und Beratung http://www.ikst.de/

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